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Tibetischer Kalender 2012 |
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Video:
Rückblick:
Allgemeines: |
Losar ist das Tibetische Neujahrsfest und das wichtigste
sakrale Fest in Tibet (lo = Jahr, sar = neu).
Losar findet im Februar oder März statt, der genaue Termin richtet sich nach dem
Mondkalender. Heuer beginnt zu Losar 2012 (in der Neumondnacht vom 21.02. auf den 22.02.2012) das Tibetische Wasser-Drachen Jahr 2139. Details zu österreichischen Losarveranstaltungen gibt es [hier]. Der Tibetische Kalender ist zwar dem Chinesischen
Kalender ähnlich, zeitlich gibt es jedoch Unterschiede,
da der Tibetische Kalender eine eigene kulturelle
Entwicklung ist und andere Wurzeln hat. Guthuk (tibetisch: 29),
also 2 Tage vor Losar stehen im Zeichen der
Vorbereitungen auf das Losar-Fest. Die Mönche schmücken
die Klöster und führen besondere Rituale durch. In den
Häuser wird eine Guthuk-Thukpa, eine Suppe - die
gefüllten Teigkugeln (tibetisch: Baktoe) enthält
- gekocht. Diese Teigkugeln können einen von
9 verschiedenen Bestandteilen, wie z.B. scharfen
Paprika (tibetisch Sibee), Salz (tibetisch Tsa),
Wolle oder Baumwoll-Stoff, Kohle, Holz, tibetischen
Hartkäse (tibetisch Dschura) usw. enthalten.
Diese Suppe wird an die Hausbewohner verabreicht.
Abhängig davon welche Bestandteile man in den Teigkugeln
findet, wird daraus die Zukunft und der Charakter
abgeleitet: Vor Losar muss man sich besonders gründlich waschen: am vorletzten Tag des alten Jahres die Männer und am letzten Tag die Frauen. Das Tibetische Neujahrsfest dauert (offiziell) drei Tage: Das traditionelle Fest der Tibeter
ist immer mit viel Vorarbeit verbunden: es werden neue
Gebetsfahnen bedruckt und genäht, die Häuser und
Wohnungen werden frisch gestrichen, die klassischen
tibetischen Glücksbringer sind die acht tibetischen
Glückssymbole, die man früher vor Losar frisch auf die
Zimmerwand gemalt hat, heute üblich ist das Aufhängen
von Wanddekorationen mit den 8 tibetischen
Glücksymbolen.
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8. März 2011 |
Feier des Großen Gebetes 'Monlam Chempo' |
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Die
Monlam - Feier ist das größte religiöse Ereignis des Jahres
in Tibet. Sie geht auf eine 1409 von Tsongkhapa aus der
Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus begründete Tradition
zurück und wird vom 3. bis zum 17. Tag des ersten Monats
begangen (dauert also 15 Tage). In der tibetischen Hauptstadt
Lhasa versammeln sich Mönche aus den Klöstern Drepung,
Sera und Ganden mit zahlreichen Pilgern vor dem
Buddha Shakymuni-Bildnis im Jokhang Tempel. Früher wurden
hier auch die Abschluß-Examen für den Geshe-Titel (den
höchsten Gelehrten-Grad für einen Mönch im tibetischen
Buddhismus) abgehalten. |
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19. März 2011 |
Butterlampen-Fest 'Choe-nga Choepa' |
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Nach dem tibetischen Mond-Kalender fällt dieses Fest auf
dem 15. Tag des ersten Monats, also den letzten Tag des
Grossen Gebetsfestes (Monlam). Es ist der letzte
Höhepunkt des Tibetischen Neujahrsfestes. Zur Feier des
Abschlusses des Grossen Gebetsfestes gehen die Gläubigen
am Tag mit Räucherstäbchen zu den Klöstern, um zu beten.
Gegen Abend stellen sie auf beiden Seiten der Strassen
aus Butter geformte Blumen und Vögel sowie
Buddha-Figuren auf und zünden Butterlampen an. Man tanzt
und singt nach Herzenslust bis Mitternacht. |
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Tibet Gedenktag |
10. März Gedenktag - Tibet Uprising Day |
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Am Samstag dem 10.
März ist der Jahrestag des Beginns der tibetischen
Volkserhebung, die im Jahre 1959 von den
chinesischen Besatzungstruppen blutig niedergeschlagen
wurde.
Dazu empfehlen wir die lesenswerten Artikel von Franz Alt in der Wiener Zeitung und von Hubert von Goisern . Video vom "Tibet Channel, Kanada" (in Deutsch) Dramatische Tibet-Kundgebung im März 2008 in Wien: Video1, Video2 Berichte in den Tageszeitungen Kurier und Kronen Zeitung vom 11.März 2010 Seit
Jahren weht am 10.März die Tibetische Fahne an Rathäusern
in der ganzen Welt, um die Solidarität mit dem Tibetischen Volk
zu bekunden. In Deutschland waren es heuer 1150 teilnehmende Gemeinden.
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25. April |
Geburtstag von S.H. dem XI. Panchen Lama |
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Gedhun Choekyi Nyima wurde am 25. April 1989 (am
19. Tag des dritten Mond-Monats im Erd-Schlangenjahr
nach dem tibetischen Kalender) im Distrikt Lhari,
Präfektur Nagchu, TAR, als Sohn von Konchok Phuntsok und
Dechen Chodon geboren. Am 14. Mai 1995 gab S.H. der
14. Dalai Lama seine Anerkennung von Gedhun Choekyi
Nyima als der 11. Reinkarnation des Panchen Lama
bekannt. Drei Tage nach dieser Ankündigung verschwanden
Gedhun Choekyi Nyima und seine Familie. Über ihren
Aufenthaltsort und ihr Befinden weiß die Welt bis heute
nichts.
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15. Juni 2011 |
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Am Fuße des heiligen Berges
Kailash wurde dieser Tag von den Pilgern auf besondere
Weise begangen: Beim Saga Dawa wird der Tarboche, ein 10 m
hoher Flaggenmast, für ein weiteres Jahr mit neuen Gebetsfahnen
(Lungtas) geschmückt und gemeinsam wieder kerzengerade
aufgerichtet. Leider wurde dieser tibetische Brauch beim Kailash (wie leider vieles andere auch) von den chinesischen Behörden in den letzten Jahren durch diverse behördliche Schikanen sehr stark eingeschränkt, sodaß es dem sogenannten einfachen tibetischen Volk kaum mehr möglich ist, daran teilzunehmen:
Mit unzähligen
bürokratischen Hürden und der "politischen patriotischen
Umerziehung" treibt die
Volksrepublik China ihre "Bemühungen um die völlige Säkularisierung von
Tibet" voran, mit dem Ziel, das spirituelle Leben in Tibet
auszulöschen. Beispiele für die brutalen Begleiterscheinungen
der damit verbundenen politischen Umerziehungsmaßnahmen in den
Klöstern Tibets finden hier: [
Bericht 1,
Bericht 2,
Bericht 3,
Bericht 4 ].
Die Errichtung des
Tarboche, nachdem er mit
Die
Tibetergemeinschaft österreich, die Tibetfreunde/innen und
die
österreichische Buddhistische Relgiongemeinschaft begehen Saga Dawa mit
mehreren (Gebets-)Zeremonien [Details
hier]. |
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6. Juli |
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1959 mußte er aus seiner Heimat
Tibet fliehen und lebt seither in der nordindischen Stadt
Dharamsala im Exil.
Aus Anlaß dieses Geburtstages
versammeln sich weltweit die Tibeter/innen und
Sympatisanten/innen meist im privaten Rahmen, um für ein langes Leben
von S.H. dem Dalai Lama
zu beten, um im Rahmen einer Tsog Puja dem Buddha Opfergaben
darzubringen und um danach selbst ausgiebig zu feiern. Fotos vom
Picknic in Knappenberg, Kärnten [hier]
Leider können die
Menschen in Tibet diesen Tag nicht in der gleichen Weise
begehen, weil um diese Zeit das öffentliche Leben in Tibet durch
massive Polizei- und Armeepräsenz und sonstige
Einschüchterungsversuche traditionellerweise zum
Erliegen kommt. Sogar die bloße Erwähnung seines Namens wird
in Tibet von den Behörden der Volksrepublik China
strafrechtlich verfolgt. [Beispiel] |
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29. August 2011 |
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Das
Shoton-Fest beginnt am 30. Tag des sechsten Monats nach dem
tibetischen Kalender (etwa in der letzten Dekade vom August) und
dauert in der Regel fünf Tage. |
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